OSTERN 2017

Herzlich willkommen

zu unserer Osterausgabe von Tempora anni!

Ostern hilft uns wach zu werden und in Bewegung zu kommen. Klarer sehen zu können, was kommt, was geht, was sich verändern will und muss. In manchen Orten sucht man zu Ostern eine Quelle auf, um sich mit dem frischen morgendlichen Quellwasser die Augen zu reinigen, um klarer sehen zu können. Viele Menschen fragen sich gerade zur Osternzeit, will ich so weiter machen oder etwas ändern? Welche Gewohnheiten und Einstellungen habe ich lange nicht wahrgenommen? Wo kann ich z.B. durch Verzicht (z.B. Fasten) wach werden?

Das erwachen in den Frühling, hat man natürlich besonders gerade da die Passionszeit, das Fasten hinter einem liegt. Die Natur und Tiere haben gefastet, ob sie wollen oder nicht. Der Mensch kann dies optional tun, trifft aber wie in der Natur genau auf eine ähnliche Situation. Entweder eine Idee, eine Entwicklung, ein Prozess sind nicht über diese schwierige Zeit gekommen (obwohl vielleicht im Herbst mit viel Schwung in die Winterzeit gefahren ...), dann zeigt es sich oftmals noch in der Karwoche, dass etwas aufhört, nicht genug Kraft hat oder durch sonst eine Sache verhindert wird. Wenn sie jedoch über die Osterzeit hinaus kommt, sozusagen die Karwoche übersteht, dann kommen die Frühlingskräfte rein, sie blühen auf, keimen, oder schießen und wollen nun entwickelt werden. In diesem "wollen entwickelt werden" liegt dann die Aufgabe bis Johanni: die Dinge mit dem Osterimpuls, mit dem klaren Osterquellwasserimpuls im Kern so klar zu sehen, dass sie nun ausgearbeitet werden können, der Fleiß und die Detailarbeit können dann beginnen. Die Sache hat durch Ostern wie einen Auferstehungsimpuls bekommen und jetzt liegt es wieder an uns bis Johanni alle Fakten und Möglichkeiten dazu beizutragen, dass es gut gelingen kann.

Der Bauer sieht um die Osterzeit, ob seine Felder wirklich aufgehen und gut wachsen, oder ob er sie noch einmal umpflügen muss, weil nichts richtiges steht. Greifen die Pflegemaßnahmen, die die einzelnen Kulturen brauchen, so kann er das Wachstum, den Ertrag in den Herbst führen. Dabei ist dieser Oster Impuls anders als im Herbst, eigentlich keine Entscheidung, sondern ein genaues Wahrnehmen von dem was ist. Der Bauer nimmt wahr und sieht: das geht und das nicht. Geschaffen hat diesen Wachstumskeim bis dahin die Natur und der Bauer gibt sich also nur hinein, fragt, ob es sich lohnt, das was die Schöpfung geschaffen hat, zu unterstützen oder nicht. D.h. die Ideen sind von Weihnachten her in der Welt und es ist die Frage, was will dieses Jahr wirklich mit meinem Zutun entwickelt werden und was will ich im Herbst in die Ernte bringen.

In all diesen Bewegungen wird sichtbar, dass es zu Ostern darum gehen kann, den Weg zu finden den man gehen will, der zu einem oder zur Sache passt. Das gelingt recht gut durch Zuhören, sich Einlassen, Hineinfühlen. Dann erlebt man in der Offenbarung, das Wunder der Auferstehung, das Wachwerden für Neues, und fasst Mut für die nötige Veränderung.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das Team der Gemeinnützigen Treuhandstelle Hamburg

eine wache und mutige Osterzeit!

Matthias Zaiser, Karin Löding, Benjamin Kohlhase

Was uns bewegt

Aus den Lebensfeldern

 | Lebensfeld Gesellschaft

GTS fördert Tagung zum bedingungslosen Grundeinkommen

Über 200 Aktive und Interessierte – darunter Gäste aus 12 Ländern – einerseits der Bewegung für ein Bedingungsloses Grundeinkommen, andererseits der wachstumskritischen Degrowth-Bewegung nahmen an der Konferenz teil, um die Anliegen der jeweils anderen Bewegung kennenzulernen und Schnittmengen und Transformations-Projekte auszuloten.

Die Dokumentation der Tagung findet man uner https://ubi-degrowth.eu/de/

Projektförderung der GTS: 2.000 Euro

 | Lebensfeld Heilpädagogik

GTS fördert Fotoworkshop für Menschen mit Behinderung

Fotografisches Ziel dieses Workshops ist es, im Laufe der Zeit ein bewusstes Portrait von sich selbst oder von einer anderen Person zu fotografieren. Nebenbei erlernen die Teilnehmer den einfachen Umgang mit der Kamera. Durch das immer wiederkehrende Aufbauen des Portrait-Sets zu Beginn der Stunde entwickelt sich eine selbstverständliche Routine und ein angenehmes Miteinander.

Zunächst fotografieren sich die Teilnehmer gegenseitig. Die Wege der Kontaktaufnahme sind sehr verschieden. Die Wahl der Worte ist sehr wichtig. Auch kleine Berührungen können es sein. Ein Portrait zu fotografieren bedeutet immer, in Kontakt zu gehen. Entweder mit dem zu fotografierenden Gegenüber, oder, beim Selbstportrait, auf eine besondere Art mit sich selbst: Mit Hilfe des Selbstauslösers und dem sofortigen Blick auf den Computerbildschirm, auf dem das Bild angezeigt wird, erhalten die Teilnehmer eine sofortige Resonanz zu sich selbst.

Projektförderung der GTS: 3.250 Euro

zum Projekt: www.treuhandstelle-hh.de/projekte/heilpaedagogik/

 | Lebensfeld Landwirtschaft

GTS fördert Oktobertagung Gena 2016

Rund 300 Demeter Landwirtschafts- und Gärtnerei-Lehrlinge diskutieren in Gera die Zukunft der Landwirtschaft

Unter dem Motto „Visionen schlagen Wellen“ trafen sich rund 300 Unterstützer und Auszubildende der biologisch-dynamischen Bewegung in der Freien Waldorfschule Gera.

Umgeben von modernisierter Plattenbauromantik und den, platztechnisch begrenzten Räumlichkeiten der Schule, erwarteten uns hier einige Neuerungen.

So war dies die erste Oktobertagung, die in einem der neuen Bundesländer stattfand und den Besuchern über insgesamt 5 Tagen die Möglichkeit gab, sich auszutauschen, zu diskutieren, zu philosophieren und sich zu vernetzen.

Eine große Gruppenarbeit zu Beginn der Tagung öffnete den Raum, um Visionen zu formulieren und in einer Podiumsdiskussion am Ende der Tagung in großer Runde zu diskutieren.

Projektförderung der GTS: 1.500 Euro

Mehr zum Projekt unter www.treuhandstelle-hh.de/projekte/landwirtschaft/

Sinnstiftende Aufgaben

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