Archiv Projekte Kunst und Kultur vor 2016

Akron e.V.

LandArt-Projekte

Mit den LandArt-Projekten Das Innerste am Äußersten in Cornwall/ England und Keimzelle in Georgien erweiterte der vorrangig im Hamburger Umland tätige Akron e.V. 2011/12 erneut seinen Aktionsradius. Doch die Künstler stießen hierbei mit ihren bisher verwendeten Privatfahrzeugen an die Grenzen des Machbaren: Installationen an weit entfernten oder unwegsamen Orten, aufwändige Material-Transporte und auch der Bedarf, das Fahrzeug für die Projektdauer als Werkstatt und Wohnwagen zu nutzen, erforderten ein geländegängigeres und größeres Fahrzeug. Aus diesem Grund wurde der Kauf eines gebrauchten Allrad-Wagens mit hoher Anhänge- und Dachlast sowie der Kauf eines gebrauchten Anhängers bezuschusst. Auch Fahrten für die vielen Projekthelfer waren nun gesichert. Denn LandArt ist nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein soziales Projekt. Es ist angewiesen auf viele verschiedene Mitwirkende - auch Menschen aus schwierigen Lebenssituationen. Sie alle tragen diese Arbeit und nutzen sie für Begegnung, Meditation und neue Selbsterfahrung.

Alfred Schnittke Akademie International

Primadonna

Für die altonale 2012 erarbeiteten Studenten des Hamburger Privatkonservatoriums Alfred Schnittke Akademie International die Opernperformance Primadonna. Hierfür porträtierten die Studenten vier in ihrem Wesen und Wirken unterschiedliche Altonaer Frauen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Frauen, die bei aller Unterschiedlichkeit die kompromisslose Suche nach Selbstbestimmung in Liebe, Beruf, Erziehung und Bildung einte. In der Begegnung mit vier heute lebenden Bürgerinnen Altonas und deren Schicksalen, brachten die Studenten die historischen Biographien vielschichtig in Relation zur aktuellen sozialen Wirklichkeit Altonas. Es entstanden Improvisationen, die die Überwindung von Rollen als inneren Weg zu individueller Freiheit beschrieben. Insofern ging es bei Primadonna um mehr als die emanzipierte Frau, es ging vor allem um die Möglichkeit der Befreiung des Individuums - in einer durch äußere Umstände zunächst scheinbar festgelegten Welt.

Eurythmietheater Orval

Der kleine Muck oder die Kunst trotzdem groß zu sein

Das Eurythmietheater Orval hat im März 2011 begonnen, Wilhelm Hauffs Der kleine Muck in Szene zu setzen. Für die Präsentation dieser Produktion wurde das Theater beim Eurythmiewettbewerb EuLab11 an der Alanus Hochschule in Alfter mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Das orientalische Märchen führt den kleinwüchsigen und mittellosen Kleinen Muck auf seiner Suche nach dem Glück durch allerlei Abenteuer. Tücken, Hinterlist und Habgier begegnen ihm hier. Aber sein gutes Herz, sein Sinn für Gerechtigkeit, sein frischer Mut, sein Fleiß und das Vertrauen in diesen inneren Schatz erretten ihn aus jeder Gefahr. Klug und kunstsinnig inszeniert, zeigt dieser Kleine Muck Kindern und Märchenliebhabern jeden Alters, wie gut es ist, sich selbst treu zu bleiben und sich durch nichts vom rechten Weg abbringen zu lassen.

Das 50-minütige Stück wird voraussichtlich im Frühjahr 2012 in Hamburg Premiere haben und anschließend auf Tournee gehen. Es wird an Waldorfschulen, in Heilpädagogischen Einrichtungen und auch außerhalb der anthroposophischen Szene zu sehen sein - in Kindertheatern, in Ferienorten und auf (Kinder-)Festivals. Für die Finanzierung der Probenarbeit erhielt der Verein zur Förderung der Eurythmie e.V. in Stuttgart Mittel.

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