Die Seminarreihe

4. Veranstaltung

Freiräume für Unternehmer-Tun bereiten – Motive der Unternehmensbeteiligung, Motto: „WeiterGeben”

Sonntag, 7.6.2009, 11.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Hochschule für Musik und Theater, Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg
Wintergartensaal, Raum 12 der HfMT, Eingang Milchstraße
Seminarmethode: Wandlung und Umstülpung nach Paul Schatz, Referent: Georg Schmidt, Zeitform, Horst / Hamburg
(www.inversis.de)

Motive der Unternehmensbeteiligung

Weitergeben

Erkennen – Beteiligen – Gewinnen

Sie führen ein in finanzieller und gesellschaftlicher Hinsicht gut gehendes Unternehmen. In Ihrer Rolle als Führungskraft sehen Sie die ganze Leistung der vielen Mitarbeiter und erkennen, dass die Handlungsfähigkeit, der Erfolg und der Gewinn des Unternehmens ohne sie nicht möglich wären. Die Mitarbeiter sind viel mehr Potential denn Kosten, denn sie haben aktiv einen Unternehmenswert geschaffen. Aus diesem Grund möchten Sie den Ertrag der unternehmerischen Arbeit weitergeben anstatt diesen für sich allein zu beanspruchen. Was könnte man mit dem Gewinn unternehmen? Was die Mitarbeiter erwirtschaften, soll ihrer Gemeinschaft auch zugute kommen. Denn nur wenn dieser soziale Organismus ständig erneuert wird, kann er weiter handlungsfähig bleiben. Sie als Unternehmer verantworten den Organismus, mit Ihrem Mut, Ihrem Organisationstalent und Ihrem wirtschaftlichen Weitblick. Aber Sie teilen Ihre Macht und begreifen sich als Teil einer Gemeinschaft, die Ihnen diese Unternehmertätigkeit ermöglicht.

Die Vergesellschaftung von Gewinnen, die Neutralisierung von Kapital, stellt eine der höchsten und konstruktivsten Formen solidarischer Kompetenz dar. Für einige Unternehmen ist sie weiser Bestandteil einer Unternehmenskultur, die nachhaltig handelt und soziale Verantwortung lebt. Das Netz der Solidarität mittragen zu wollen, wertet unternehmerischer Aktivität um: sie teilt statt zu akkumulieren, sie begreift den Unternehmenswert, das Betriebskapital, als eine gesellschaftliche Errungenschaft, an der der Unternehmer und die Mitarbeiter mitgewirkt haben. Das bedeutet dann vor allem, nicht länger eindimensional und vorrangig auf Gewinnmaximierung zu setzen, sondern auf Gewinnoptimierung. Diese erkennt die Bedürfnisse von Solidargemeinschaften und gibt Gewinne in die Beteiligung eines bestimmten öffentlichen Partners weiter. Das macht Unternehmerschaft auf beiden Seiten zu einem Gewinn: Es entlastet Unternehmer vom Druck erwarteter Kapitalrendite, macht Betriebskapital und Beschäftigte auf dem freien Markt nicht mehr verhandelbar und schafft damit die Struktur und den Wertmaßstab für ein echtes gemeinschaftsfähiges Wirtschaften.