Kunst und Kultur

TheaterTotal zeigt Shakespeares „Was ihr wollt“ in Hamburg

Das Bochumer Jugend- und Bildungsprojekt „TheaterTotal“ machte auf seiner Tournee durch Deutschland und der Schweiz Halt in Hamburg: Am Freitag, den 26. April 2019 zeigte das junge Ensemble eine Vorstellung von Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“ im Rudolf Steiner Haus.

In „Was ihr wollt“ trennt ein Schiffsbruch Viola von ihrem geliebten Zwillingsbruder und hinterlässt sie auf sich allein gestellt in einem fremden Land. Sie beschließt einen radikalen Neuanfang, tritt verkleidet als Mann in die Dienste eines Herzogs und wird Teil eines verworrenen Beziehungsgeflechts. Die Handlung rund um das Schicksal der jungen Frau wird stets durchbrochen von den Narrheiten eines trinkfreudigen Hofstaats, der sich aus Mangel an sinnvollen Aufgaben nicht anders zu beschäftigen weiß. Was wollen die Figuren im Innersten? Und was brauchen sie wirklich?

TheaterTotal ist ein Jugend- und Bildungsprojekt in Bochum, das 1996 von Barbara Wollrath-Kramer gegründet wurde. Es ist ein Ort, an dem etwa 30 junge Menschen zwischen 16 und 23 Jahren knapp ein Jahr lang künstlerisch arbeiten, sich sozial engagieren, Verantwortung für sich und andere übernehmen und partnerschaftlich mit erfahrenen Künstler*innen und professionellen Vertreter*innen anderer Berufssparten eine Performance und eine Inszenierung entstehen lassen. Die eigenständig organisierte, dreimonatige Tournee durch Theaterhäuser in Deutschland und in der Schweiz mit der Inszenierung zieht jedes Jahr ca. 20.000 Besucher an. Im Zentrum des Projektes steht die kulturelle Bildungsarbeit, für die ein konsequent partizipatorischer Ansatz charakteristisch ist und bei der Theater und Vermittlungsangebot konsequent gemeinsam gedacht werden. Das zeichnet die Institution in ihrem Selbstverständnis aus und macht sie in dieser Form in Deutschland einzigartig.

Mehr Informationen finden sich unter www.theatertotal.de.

TONALi: Jeder Spitze ihre Breite. Jeder Breite ihre Spitze.

Das mit zahlreichen Preisen (ECHO 2017, Ritte-Preis, Kulturmarke etc.) ausgezeichnete Kulturprojekt TONALi hat sich binnen weniger Jahre nicht nur zu einem international gefragten Zentrum für zukunftsweisende Kultur-Impulse entwickelt, sondern ist zugleich Akademie, Wettbewerb, Festival und hochklassige Nachwuchsförderung. TONALi ist ein einzigartiges, komplexes, gemeinnützig organisiertes Förderprogramm unter dem Motto „jung organisiert, spielt und hört klassische Musik“, das einen großen Publikums- und Pressezuspruch genießt. TONALi versteht sich als „Publikumsmacher“: herausragende junge Musiker schulen, binden und begeistern jährlich und bereits in neun Staaten außerhalb Deutschlands rund 40.000 Kinder und Jugendliche für klassische Musik. Dabei kooperiert TONALi mit bedeutenden Konzerthäusern, Festivals, Medienanstalten, Hochschulen und Universitäten.

Mehr Informationen finden sich unter www.tonali.de oder unter www.youtube.com/watch.

Roter Rausch auf Cuba – Ein Singspiel im Trip der 60er

Diese Künstlergruppe ist ein inklusives Theaterensemble aus blinden und sehenden Schauspielern und Musikern und bereits seit 10 Jahren aktiv. Blinde Passagiere ist ein inklusives Theaterensemble aus blinden und sehenden Schauspielern und Musikern. Das Ensemble, das bereits seit zehn Jahren Theater macht, entführt seine Gäste in ein neues musikalisches Abenteuer: Der alte Dampfer Tantici III landet versehentlich in den Fängen eines undurchsichtigen Hafenkommandanten der kubanischen Hauptstadt Havanna. Es ist das Jahr 1967, der Kalte Krieg ist voll im Gange. So finden sich die Helden plötzlich inmitten des Muskelspiels der politischen Systeme und werden zum Spielball persönlicher Interessen. Kann es eine Zukunft geben und wenn ja, welche? Und wohin führen die Geheimnisse, die sich plötzlich bei den Protagonisten auftun? Nur eines ist klar: Die Hoffnung besteht, dass Musik einen Weg weist. Noch…

Blinde Passagiere ist eine freie Theatergruppe. Schauspielerfahrene blinde und sehbehinderte Amateurdarsteller stehen gemeinsam mit professionellen sehenden Schauspielern und professionellen Musikern auf der Bühne. Die Geschichten haben einen ganz eigenen oft schrägen Humor, die Musik ist eng mit der oft vielschichtigen Handlung verwoben. Gesungen wird mit einer großartigen Musik-Combo, die zumeist auch in das Geschehen involviert ist. Blinde Passagiere ist weit über Hamburg hinaus die einzige Theatergruppe dieser Art und wird seit Beginn an vom Hamburger Regisseur und Autor Jörn Waßmund geleitet.

Mehr Informationen finden sich unter www.blindepassagiere.org.

CONNECT – ein internationales Jugendprojekt für Eurythmie, Chor und Orchester

Die drei großen “Waldorfkünste” in einem gemeinsamen Jugendprojekt vereint: das ist CONNECT. Über drei Wochen lang haben sich über 150 Jugendliche aus aller Welt frei in einem künstlerischen Prozess bewegt mit dem Ergebnis, ein hochklassiges, öffentlich präsentiertes Bühnenprogramm mit Werken von Bach („Nun ist das Heil“), Brahms („Schicksalslied“) und Tschaikowsky („Ouvertüre Romeo und Julia“). 

CONNECT hat die drei Künste Eurythmie, Chor und Orchester gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Der Anspruch des Projekts ging sogar darüber hinaus: Durch das gemeinsame Tun von Künstler*innen, Organisierenden und Teilnehmenden und das sich daraus entwickelnde Verstehen des Anderen und der Kunst konnten wahre Begegnungen von Mensch zu Mensch stattfinden, die Verbindungen – auch über das Projekt hinaus – wachsen ließen. Die Teilnehmenden konnten aktiv in den gestalterischen Arbeitsprozess eintauchen, sich einbringen, wurden gefordert und konnten mitgestalten. 

In CONNECT haben sich also nicht nur Künste, sondern auch Menschen, Kulturen und Visionen verbunden.

Weitere Informationen finden sich unter www.connect-project.art.

Eurythmietheater Orval: Der gestiefelte Kater

Ein okzitanisches Zaubermärchen nach Motiven von Charles Perrault und den Gebrüdern Grimm - neu erzählt von Christoph von Zastrow

Berühmter Sänger werden, die Prinzessin heiraten, König sein? All das sagt der sprechende Wunderkater Orlando aus Okzitanien dem armen Müllerssohn Basile zu. Wenn er ihm nur ein paar Stiefel machen lässt. Darauf bezirzt der Kater Königin Radegonda und verkauft den Müller als Grafen, befreit die liebliche Prinzessin Roxane aus den Fängen des rachsüchtigen Zauberers Selefotsiphem, ja verhandelt sogar mit dem Götterboten Merkurius höchstselbst. Nur das Herz der Prinzessin muss der Müllerssohn mit Hilfe seiner himmlischen Zauberlyra hübsch selbst erringen ...

Basierend auf verschiedenen literarischen Vorlagen legt das Eurythmietheater Orval diesmal eine so noch nie gesehene, erweiterte Fassung des weltliterarischen Märchenklassikers vor. Ein heiter-tiefsinniges Zaubermärchen, prall gefüllt mit phantastischer Handlung, unvergesslichen Charakteren und einer Dramatik, die Lachen und Weinen wie zu verschmelzen vermag. Mit Eurythmie, Schauspiel, diversen Gesangs- und Musikstücken (z.T. auf historischen Instrumenten wie Okarina-Flöte oder Krummhorn), sowie einem virtuosen Gitarrenspiel, formt das Ensemble seine unverwechselbare Komposition aus Eurythmie, Sprache und Musik zum Augen-Ohren-Schmaus für Kinder und für Erwachsene.

Mehr Informationen finden sich unter www.orval.de/produktionen/der-gestiefelte-kater.php.

 

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